Dienstag, 28. Januar 2014

DTM: Sweet Vanilla Honeydew


Wenn der Teufel mit der beerigen Versuchung Urlaub macht (Devils Holiday) dann müsste dieser Tabak eigentlich Angels Paradise heißen.

Das ist einer der wenigen Aromaten meines Mannes, aber der wird nicht lange vor mir sicher sein.

Der Tabak, goldener süßer Virginia, wird begleitet von einem satten Vanille- und Honig-Aroma. Das schon direkt aus dem Pouch zu riechen ist ein wahrer Genuss.

Nach dem Entzünden breitet sich ein herrlicher Duft aus. Trotz des intensiven Flavours ist die natürliche Süße des Virginia präsent. Es riecht wie eine große Kiste mit frischen Vanille-Kipferln. Mmmmh, lecker. Und dieser Duft bleibt bis zum Schluss. Ein Genuss, den sich auch unser Kater nicht entgehen ließ. Wohlig rekelte er sich zu Thomas Füßen und war ruckzuck eingeschlafen.

Die ein, zwei Probezüge schmeckten hervorragend. Auch hier steht das Vanille-Honig-Aroma im Vordergrund, untermalt von der natürlichen Süße des Virginia.
 
Das war vor einigen Tagen.

Gestern kam ich abends nach Hause und schon im Treppenhaus nahm ich einen angenehm süßen Duft war. Nur leicht, aber doch wahrnehmbar. Als ich dann die erste Wohnungstür (wir haben eine Doppeltür) öffnete, wurde der Duft intensiver. Süß, Vanille, Tabak. Dann die zweite Wohnungstür auf und… der Hammer. Es roch so gut, ich bin erst mal im Flur stehen geblieben und habe den Duft des SVH genossen. Das war ein Heimkommen. 

Nein, diesen Aromaten wird Thomas nicht alleine genießen. Auch ich werde hiervon sicherlich das eine oder andere Rauchopfer bringen. Und dabei wahrscheinlich mit einem engelsgleichen Lächeln im Sessel versinken, mit den Gedanken bereits im Paradiese weilend.

Donnerstag, 23. Januar 2014

DTM: Devils Holiday


Welch teuflisches Kraut hat da den Weg zu uns gefunden!

Den ersten Kontakt zu diesem außergewöhnlichen Tabak hatte ich über ein Youtube-Video von Ralf „Ralligruftie“. Absolut sehenswert, falls Ihr es noch nicht kennt: Devils Holiday by Ralligruftie.

Diesmal fungierte Thomas als Mitraucher. Aromaten sind, bis auf wenige Ausnahmen, eher meine Kragenweite. 

Gehört und gelesen hatte ich über diesen Tabak schon viel. Als ich nun letzten Sonntag an meinem ersten Pfeifentreffen teilnahm, hatte ich das Glück, eine großzügige Probe mitnehmen zu dürfen.

Der Duft allein, wenn man die Dose öffnet, ist unbeschreiblich gut. Frisch, fruchtig, süß-aromatisch. Erinnerungen an einen Beeren-Früchtetee kommen hoch. Der Tabakgeruch selbst bleibt dezent im Hintergrund. Ob Devils Holiday auch so toll schmeckt?

Eigentlich wollte ich an dem Tag keine Pfeife mehr rauchen, aber des Teufels Versuchung war zu groß. Also Pfeife geholt und los ging‘s. 

Das auch der Teufel in seinem Urlaub keinen Stress mag, ist an diesem Tabak deutlich zu spüren. Er lässt sich gut stopfen, ohne Probleme entzünden und brennt gleichmäßig und kühl ab. Schon beim Entzünden entfaltet sich eine wahre Geruchsexplosion. Der Duft von Waldbeeren kitzelt in der Nase, unterstützt durch die Süße des Virginia, der sich jedoch im Hintergrund hält.

Und der Geschmack? Lecker! Einfach nur lecker! Hier tritt der Virginia stärker in den Vordergrund, verbindet sich mit dem fruchtigen Aroma zu einer harmonischen Geschmackskomposition. Und wieder die Erinnerung an einen Früchtetee, eine fruchtige Beerengrütze. Dieses Geschmackserlebnis hält bis fast zum Ende der Pfeife vor. Zum Ende hin wird der Tabakgeschmack deutlicher. 

Wie war denn der Geruch für Thomas? Sehr lecker, äußerst angenehm. Gerne wieder.

Alles was zum Schluss vom Devils Holiday bleibt, ist ein Rest feiner hellgrauer Asche. Und ein teuflisch guter Duft im Raum.

Da merkt man halt doch, dass der Teufel einst ein Engel war. Himmlisch!

Dienstag, 21. Januar 2014

„Was hast’n da?“


So geschehen vor ein paar Tagen:

Auf dem Parkplatz eines Discounters steht ein älterer Herr und zündet sich sein Pfeifchen an.

Ein kleines Mädchen steht dabei, während die Mutter die Einkäufe verstaut, schaut ihm fasziniert zu und fragt dann ganz treuherzig:

„Duhuu, was hastn da?“

Er, ganz gelassen: „Eine Pfeife.“

Das Mädchen: “Unn was machstn damidd?“

„Anzünden“.

Kurze Pause. Die Kleine sieht weiter zu, wie der Mann raucht. Schüttelt den Kopf: “Du, ich glaub jetzt haste se gabuddt gemacht, se feift ja gar nich mehr!“

Dreht sich um und hüpft zu ihrer Mutter, dabei singend: "Der Mann hat die Feif gabudd gemacht, er hadd se gans gabudd gemacht.“

LOL

Geraucht hat er übrigens The Clan. Ja, ich habe ihn gefragt.

Freitag, 17. Januar 2014

DTM: Gold of Mysore


Und hier folgt gleich das zweite "Mitraucher-Review" : DTMs "Gold of Mysore".

Den Tabak haben wir zunächst als Probe zu einer Bestellung bekommen. Auch er gehört zu den Tabaken, die Thomas raucht.

Das Öffnen der Tabaksbehälter ist für mich immer was besonderes. Ich finde den Moment, bis man die Nase über die Dose oder den Pouch halten kann, sehr spannend.

Nach dem Öffnen des Beutelchens entströmte ein herrlich süßer Duft. Trockene Gräser, ein Hauch Vanille und ein Hauch Butterplätzchen. Die Farbe liegt in etwa zwischen gold- und haselnussbraun.

Nach dem Entzünden des Tabaks breitete sich bald ein wunderbarer Duft im Wohnzimmer aus. Blumig süß, nach Vanille, frisch gebackenen Plätzchen, allerlei Süßgebäck. Wie in einer Zuckerbäckerei. Und auch im kalten Zustand riecht es noch sehr angenehm.

Ich habe ihn, bis auf ein, zwei Züge selbst nicht geraucht. Aber die waren echt lecker. Im Geschmack ist der Tabak eher dezent süß, die Vanille hält sich vornehm zurück, so dass das schöne Tabakaroma  nicht übertönt wird.

Fazit: Ein Tabak, bei dem es nicht bei der Probenverkostung bleiben wird, sondern der den Weg in den nächsten Warenkorb findet. Und damit seinen Platz in Thomas' Tabakbar.

Dunhill Nightcap


Dieser Tabak gehört in das Repertoire meines Mannes. Ich bin da doch eher der Aromaten-Typ. Aber, und das ist ja ein Hauptpunkt für diesen Blog, ich möchte Euch diesen Tabak aus meiner Sicht, der des "Mitrauchers" vorstellen.

Ja, es ist ein Latakia. Und ja, er wird drinnen geraucht.

Nach dem Öffnen zeigt sich ein schwarz-brauner Tabak mit hellen Tupfen, entströmt der Dose ein rauchiger, leicht teeriger und doch würziger Duft. Als mein Mann mir die Dose direkt nach dem Öffnen unter die Nase hielt, zuckte ich erst mal zurück, denn der Duft ist im Verhältnis zu manch anderem Tabak sehr intensiv. Und so schreckte mich der rauchig-teerige Geruch zunächst ab. 

Lässt man dem Tabak jedoch Zeit zu atmen, so verändert sich das Aroma. Es wird würzig, für mich leicht pfeffrig-scharf. Wie eine sehr dunkel gebackene Brotkruste. Das rauchig-teerige tritt in den Hintergrund. Ich rieche Pumpernickel. Und das gefiel mir sehr gut.

Der Geschmack? Ich habe ihn mal gekostet. Malzig herb,wie kräftig gebackenes Bauernbrot. Nicht schlecht, aber nicht ganz mein Geschmack.

Aber es ist ja auch nicht mein Tabak, sondern Thomas raucht ihn. Und ihm  schmeckt er ausgezeichnet. Das richtige zum Ausklang eines Tages.

Das Raumaroma? Entgegen aller Erwartung stinkt er nicht. Er ist kräftig, würzig. Ehrlicher Tabak ohne Schnörkel. Das gefällt mir sehr gut.
Fazit: Ein schöner Tabak für die Abendstunden. Nicht für jeden Tag, aber er wird seinen festen Platz in der Tabakbar meines Mannes bekommen. Und auch zukünftig darf der Dunhill Nightcap drinnen geraucht werden. Man sollte sich vom ersten Eindruck nicht abschrecken lassen, sondern dem Tabak eine Chance geben.